Was es bedeutet, Mentor*in zu sein


Career Cross Mentor*in zu sein bedeutet zuallererst, dass Sie Ihre Zeit und Ihre Erfahrungen zur Verfügung stellen, um einem anderen Menschen zu helfen, eine Situation zu meistern, die Sie bereits erfolgreich hinter sich gebracht haben. 

Wir wissen Ihre Bereitschaft dafür zu schätzen, denn Ihr Engagement ist nicht selbstverständlich! Deshalb ist das wichtigste Ziel des Career Cross Mentoring-Teams, Sie zu unterstützen und darauf zu achten, dass Ihre Zeitressourcen bestmöglich eingesetzt sind und Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können.


Ihre Rolle als Mentor*in

Als Mentor*in sind Sie für Ihre*n Mentee eine persönliche Ansprechperson bei Fragen zu beruflichen Themen. Sie geben den Mentees die Möglichkeit, Pläne im Spiegel Ihrer eigenen Erfahrungen zu reflektieren und helfen ihnen so beim Planen ihrer Schritte.

Ihre Aufgabe als Mentor*in ist es vor allem, Mentees zu stärken und in gemeinsamen Gesprächen Raum für Reflexion zu öffnen. Das Mentorship soll für Mentees eine Gelegenheit zum Durchatmen und zum Ordnen der Gedanken bieten.

Auch wenn Mentees zumeist mit einem Fokus auf Informationsgewinn in den Prozess starten, wissen wir aus langjähriger Erfahrung, dass ein gelungenes Mentorship für Mentees vor allem dadurch entsteht, dass sie in Ihnen eine Anprechperson finden, die für sie persönlich da ist.

Das bedeutet für Sie gleichzeitig, dass Sie keine Sorge haben müssen, vielleicht kein ausreichendes Wissen oder zu wenig Erfahrung für Ihre Rolle als Mentor*in mitzubringen. Mentees sollten im Mentorship unbedingt darin gestärkt werden, Informationen selber zu recherchieren und im gesamten Prozess aktiv zu bleiben.

Empfehlungen für Ihr Mentorship


Für den Aufbau einer erfolgreichen Mentoring-Beziehung empfehlen wir, folgende Grundsätze zu beachten:

  • Ihre Erfahrungen sind ein Angebot und keine Blaupause:
    Bleiben Sie offen gegenüber den Wünschen und Vorstellungen der Mentees. Bieten Sie Ihre Meinung, wie eine Situation bewältigt werden kann, als eine Möglichkeit an. Die Entscheidung liegt bei den Mentees.
  • Mentoring ist eine Arbeitsbeziehung:
    Mentees können anstrengende Phasen durchmachen, z.B. beim Studienabschluss oder durch andere Stresssituationen, und Ihnen dies auch kommunizieren – schließlich sind Sie eine Vertrauensperson. Bleiben Sie sich Ihrer Rolle im Rahmen des Mentorship bewusst und steuern Sie bei Bedarf rechtzeitig dagegen, falls andere Themen zu viel Raum einnehmen. 
  • Sie sind nicht Google:
    Viele Fragen der Mentees werden Sie beantworten können, manche jedoch auch nicht. Es ist für Sie ebenso wichtig, Grenzen in dem, was Sie leisten können, zu ziehen, wie es für die Mentees wichtig ist, sich selbst zu organisieren.

Zeitaufwand


Mentoring bedeutet Prozessbegleitung und sollte deshalb nicht kürzer als sechs, bis jedoch maximal zwölf Monate dauern. Wir raten zu fünf bis sieben Treffen von eineinhalb Stunden im Monatsabstand, d.h. Ihr Zeitaufwand für ein Mentorship liegt bei etwa 8 bis 10 Stunden. Grundsätzlich gilt, dass jedes Mentoring-Team den Zeitplan gemeinsam vereinbart, wobei Mentees ihren Bedarf und Sie Ihre Kapazitäten darlegen. 

Über das Mentorship hinaus benötigen Sie noch ein wenig Zeit, um Ihr Profil auszufüllen, sich mit der Website vertraut zu machen und sich auf Ihre Rolle als Mentorin oder Mentor vorzubereiten. Dies können Sie bequem online erledigen – dazu steht Ihnen der >>Leitfaden für Mentor*innen zur Verfügung. 

Allzu viel Vorbereitung auf Ihre Rolle als Mentor*in ist jedenfalls nicht nötig, denn schließlich bringen Sie die zwei wichtigsten Dinge bereits mit: Ihre Erfahrungen und die Bereitschaft, anderen weiterzuhelfen.

Wenn Sie möchten, können Sie jedoch gerne auch mehr Zeit im Mentoring verbringen: 

Sie können Mentor*innen-Gruppen beitreten und/oder auch initiieren und sich über die Website oder bei Stammtischen mit anderen Nutzer*innen der Seite austauschen und vernetzen. 

Was Sie davon haben


Am Ende eines gelungenen Mentoring-Prozesses gewinnen nicht nur die Mentees, sondern auch die Mentor*innen: Ein Mentorship verbessert Ihre Beratungskompetenz, der Austausch mit den Mentees bringt Sie auf neue Ideen, erweitert Ihren Horizont und vielleicht betrachten Sie Ihren eigenen Berufsweg auch aus einer neuen Perspektive. Bei unseren Veranstaltungen und Gruppentreffen lernen Sie andere Mentor*innen kennen und haben in jedem Fall einiges, worüber Sie sich miteinander unterhalten können.

Was auch immer für Sie zutreffen wird, der eine oder andere Impuls ist für Sie in jedem Fall dabei.