Das ist Mentoring


Mentoring bedeutet, dass eine Person ihre Erfahrungen innerhalb eines länger andauernden Prozesses an andere weitergibt. Im Career Cross Mentoring Programm der FH Kärnten arbeitet ein*e Mentor*in mit jeweils einem*einer Mentee im Zeitraum von etwa 6-8 Monaten zum Thema Berufseinstieg und Berufsorientierung.

Die Grenzen zwischen Mentoring, Beratung und Coaching sind fließend. Jede dieser Arten von Unterstützung hat spezielle Vorteile, die einander gut ergänzen können. Diese kurze Übersicht hier zeigt Ihnen, wie diese Begriffe sich voneinander abgrenzen lassen und welche Vorteile die einzelnen Arten von Unterstützung gegenüber den anderen haben:

Mentoring
Persönliche Erfahrungen dienen als Angebot und Leitlinie
Ziele: Stärkung, persönliche Beziehung
Vorteil: Auswirkungen von Entscheidungen werden greifbar

Beratung
Fachwissen und Überblick
Ziele: Informationsgewinn mit klaren Zielvorgaben
Vorteil: Vermittelt Expert*innen- und Überblickswissen

Coaching
Methodische Arbeitsweise 
Ziele: Strategische Arbeit an eigener Zielentwicklung
Vorteil: Vermittelt langfristig wirksame Selbstkompetenzen


So unterstützt Mentoring Sie


Was Mentoring so wirksam macht sind vor allem 3 Faktoren:

  1. Von individuellen Erfahrungen profitieren
    Alle beruflichen Themen, mit denen Sie sich im Career Cross Mentoring beschäftigen, stellen Sie vor eine Reihe kleiner und großer Entscheidungen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass Menschen nicht besonders gut darin sind vorherzusehen, wie es ihnen mit den Auswirkungen einer getroffenen Entscheidung gehen wird. Was zu einem besseren Verständnis davon führen kann ist es, andere zu deren Erfahrungen mit ähnlichen Entscheidungen zu befragen. Diese Ebene der Wirksamkeit hat das Mentoring anderen Unterstützungsformen wie Beratung und Coaching voraus.

  2. Persönliche Unterstützung erhalten
    Im Mentoring erhalten Sie Zugang zu Wissen und Erfahrungen, zusätzlich haben Sie jedoch mit Ihren Mentor*innen auch eine persönliche Ansprechperson zur Verfügung. Dadurch wirkt Mentoring auch affektiv: Am Ende eines gelungenen Mentoring-Prozesses haben Sie nicht nur Wissen erlangt, sondern fühlen sich auch bestärkt in Ihrem Weg.

  3. Längerfristige Begleitung
    Mentoring ist ein Prozess. Wir empfehlen für ein Mentorship einen Zeitraum von etwa 6-8 Monaten. Dadurch ergeben sich für Sie mehrere Vorteile: Manche Ihrer Fragen werden sich etwa erst im Laufe des Mentorships herauskristallisieren, Sie können in Situationen begleitet werden, während diese sich entwickeln, die Beziehung zu Ihren Mentor*innen wird mehr und mehr zu einem Vertrauensverhältnis und macht die gemeinsame Arbeit dadurch tiefgehender und zudem werden Sie nach und nach auch besser einschätzen können, wann Sie sich an den Erfahrungen Ihrer Mentor*innen orientieren können und wo Sie vielleicht einen eigenen Weg finden sollten.


Ihr*e Mentor*in


Der erste Schritt für Mentees ist es, auf der alma Plattform für sich die passende Person zu finden, die als persönliche Mentor*in fungieren kann. Dabei ist keine 100%-ige Übereinstimmung zwischen Ihren Suchkriterien und den Profilen der Mentor*innen notwendig, bereits ab einer Übereinstimmung von 50% ist ein erfolgreicher Mentoring-Prozess möglich. Sie sollten jedoch unbedingt ein paar Hinweise zur Suche beachten, die Sie in unseren FAQs finden.

Wer sind die alma Mentor*innen?

Die Mentor*innen, die Sie auf der Career Cross Mentoring Plattform finden, sind Absolvent*innen der Fachhochschule Kärnten, die ehrenamtlich arbeiten, weil sie Ihnen etwas weitergeben und Sie unterstützen möchten. 

Die Identität der Mentor*innen wir durch einen Ausweis-Upload bei der Registrierung kontrolliert, darüber hinaus sind wir jedoch auf Ihre Hilfe angewiesen, um über den Fortschritt in Ihrem Mentorship und Ihre Arbeit mit den Mentor*innen informiert zu sein. Wenn Sie sich in einem laufenden Mentorship befinden, bekommen Sie deshalb regelmäßig automatische Feedback-Anfragen.

Wie finde ich die richtige Person für mein Mentorship?

Es ist wichtig, dass Sie sich vor Beginn eines Mentorships überlegen, an welchen Themen Sie arbeiten wollen und welche Fragen Sie haben. Je klarer Sie selber wissen, was Ihr Bedarf in einem Mentorship ist, desto besser können Mentor*innen einschätzen, ob sie Ihnen helfen können. 

Das bedeutet nicht, dass Sie bereits konkrete Ziele haben müssen, um ein Mentorship starten zu können. Erfahrungsgemäß bringen Mentees ganz unterschiedliche Bedarfe in ein Mentorship mit. Manche stehen noch ganz am Anfang ihres Wegs und brauchen Unterstützung bei einer grundlegenden Orientierung, andere wissen schon recht genau, wohin sie wollen und möchten an konkreten Zielen arbeiten: Das Mentorship ist dazu da, dass Sie die Unterstützung bekommen, die Sie benötigen!


So läuft ein Mentorship ab


Zeitaufwand

Wir empfehlen für ein Mentorship einen Zeitraum von etwa 6-8 Monaten mit etwa monatlich stattfindenden Treffen von ca. 1 ½ Stunden. 

Vor einem Mentorship brauchen Sie zudem Zeit, in Ihrem Profil die Mentorship-Anfrage auszufüllen, die Sie dort speichern und überarbeiten können. 

Zudem sollten Sie sich unbedingt auf das Mentorship vorbereiten, indem Sie sich die Informationen hier auf der Website durchlesen. 


Ihre Rolle als Mentee 

Als Mentee sind Sie für die organisatorischen Abläufe im Mentorship hauptverantwortlich, d.h. Sie administrieren das Mentorship auf der alma Plattform und kümmern sich um Terminvereinbarungen. Kurz gesagt sind Sie dafür verantwortlich, dass die Zeitressourcen der Mentor*innen wertgeschätzt werden, indem Sie ihnen jene administrativen Schritte abnehmen, die zum Ablauf eines Mentorships notwendig sind.


Empfehlungen für das Mentoring

Für den Aufbau einer erfolgreichen Mentoring-Beziehung empfehlen wir, folgende Grundsätze zu beachten:

  • Die Erfahrungen von Mentor*innen sind ein Angebot und keine Blaupause:
    Mentor*innen bieten ihre Erfahrungen und ihre Meinung, wie Sie eine Situation bewältigen können, als Möglichkeit an: Sie treffen als Mentee Ihre Entscheidungen selber. Das bedeutet auch, dass Sie in einem Mentorship selbstständig bleiben und die Verantwortung für Ihr Vorankommen übernehmen. 
  • Mentoring ist eine Arbeitsbeziehung:
    Als Mentee befinden Sie sich in einer Übergangsphase und diese kann psychisch und emotional mitunter anstrengend sein. Sie können und sollen Stresssituationen unbedingt an Ihre Mentor*innen kommunizieren, schließlich braucht es für die Arbeit in einem Mentorship Ihre Kapazitäten, an denen sich die Geschwindigkeit des Mentorships, die Häufigkeit der Treffen und der Umfang der besprochenen Themen orientieren sollten. Wenn Sie (phasenweise) vom Tempo des Mentorships überwältigt werden, kommunizieren Sie dies bitte unbedingt an Ihre Mentor*innen, anstatt Zeit ohne Kontakt verstreichen zu lassen!
    Bitte bleiben Sie sich Ihrer und der Rolle Ihrer Mentor*innen im Rahmen dieser Arbeitsbeziehung bewusst und bleiben Sie miteinander möglichst bei den Themen, die zu Beginn des Mentorship vereinbart wurden. Persönliches darf in einem Mentorship selbstverständlich auch Raum bekommen, dies sollte jedoch den Mentoring-Prozess höchstens kontextualisieren und nicht zum Inhalt werden. 
  • Mentor*innen sind nicht Google:
    Mentor*innen beantworten Ihre Fragen aus dem Kontext ihrer eigenen Erfahrungen heraus und sind nicht dafür zuständig, Überblickswissen zu geben. Wenn manche Ihrer Fragen nicht im Mentorship beantwortet werden können, nutzen Sie das Forum oder das Mentoring-Wiki auf der alma Plattform. 
    Bitte stellen Sie zudem Ihren Mentor*innen keine Fragen, die durch eine einfache Internet-Recherche beantwortet werden können: Ein Mentorship ist als zusätzliche Unterstützung und nicht als Ersatz für andere Möglichkeiten zu verstehen, die Ihnen für Ihren Prozess zur Verfügung stehen.